Zeigen Sie dem Benutzer auf jeder Seite in einem Navigationsmenü, wo er sich befindet!
Verzichten Sie auf tiefen Navigationshierarchien. (höchstens 2-3)
Verwenden Sie kurze, prägnante Überschriften, die mit den Auszeichnungsfunktionen („Heading“, <h1>...</h1>) formatiert werden. Bringen Sie Hinweise auf englisch- oder deutschsprachige Alternativseiten deutlich an!
Organisieren Sie die Seite immer orientiert am Inhalt, nicht an offiziellen Verwaltungsstrukturen!
Jede Seite sollte dem Benutzer neue Information bieten. Die wichtigsten Informationen und Arbeitsmöglichkeiten sollten möglichst schon auf der ersten Seite zu sehen sein.
Der Durchschnittssurfer bleibt 7 Sekunden auf einer Seite. Das Wichtigste muss daher sofort als erstes erscheinen. Verzichten Sie auf Willkommens-Grüße und vorgeschalteten Einstiegsseiten! Verzichten Sie auf lächerliche „Under construction“-Baustellen-Schilder. Wenn eine Seite nicht fertig ist, gehört sie nicht ins Netz. Blinkende Text ist unleserlich und leitet, neusten Untersuchungen zufolge, Benutzer von Ihrer Seite weg, weil Geblinke für Werbung gehalten wird.
Viele Homepage-Autoren fallen darauf herein. Schriften (Fonts) wie Zapf, Eurostile, Gothic und so weiter werden nur auf Rechnern angezeigt, auf denen sie auch installiert sind. Das Ergebnis ist mitunter mehr als scheußlich. Manche WYSIWYG Editoren tragen viel zu diesem Unsinn bei, indem sie alle rechnerseitig verfügbaren Schriftarten zur Auswahl anbieten. Schriften wie Verdana, Tahoma und Comic Sans stehen inzwischen den meisten Websurfern zur Verfügung, aber nicht allen. Sie wurden von Microsoft zusammen mit dem Internet Explorer und Windows eingeführt. Wenn Sie diese Schriften einsetzen möchten, geben Sie die Bezeichnung VOR denen der anderen Fonts an:
1. Serifenschrift (mit „Füßchen“)
Times New Roman, Georgia, Times, serif
2. Serifenlose Schrift (ohne „Füßchen“)
Arial, Helvetica, Geneva, Swiss, SunSans-Regular, sans-serif
3. Schreibmaschinenschrift:
Courier New, Courier, Monaco, monospace
4. Verdana und andere:
Verdana, Arial, Helvetica, Geneva, Swiss
Bedenken Sie auch, dass es die Schriftgrößen unterschiedlich ausfallen: Eine Windows 12-Punkt Schrift wird auf einem Mac etwa 2 Punkt kleiner angezeigt. Ausgefallene Zeichensätze sollten sowieso nur an besonderer Stelle zum Einsatz kommen. Dort eignen sich fast immer Grafiken besser.
Schließen Sie nicht von sich auf andere. 17“ Monitore stehen nicht auf jedem Schreibtisch. Wenn Sie für Auflösungen ab 800*600 schreiben wollen und Frames verwenden, dann lassen Sie Ihren Gästen wenigstens die Scrollbalken.
Vergessen Sie den Titel (<title>) nicht! „Index.html“ oder „Frameset 01“ verraten den Amateur. Auch sollte der Titel nicht „Willkommen zur DFG-Projektseite“ lauten, sondern aussagekräftig sein, wie zum Beispiel „Flirtverhalten und Studenten - wichtige Faktoren“
HTML bietet die Möglichkeit, ein Hintergrundbild anzugeben. Machen Sie das bitte nur, wenn Sie nichts wichtiges zu sagen haben. Denn der Effekt von Hintergründen ist fast immer gleich: Man kann den Text nicht mehr lesen.
Verwenden Sie die Meta-Tags „description“ und „keywords“ richtig. Dadurch können die Suchmaschinen Ihre Seiten vernünftig indizieren. Zum Beispiel:
<meta name=“keywords“
content=“Pheromone, Flirtverhalten, Studenten,
Psychologie, Universität Potsdam,
Institut für Psychologie“>
<meta name=“description“
content=“Der Einfluss von Pheromonen auf das
Flirtverhalten von Linguistik-Studenten:
eine Doppelblindstudie“>
<meta name=“robots“ content=“follow“>
Vergessen Sie nicht, dass jede verwendete Grafik zusätzliche Ladezeit kostet. Schließlich sitzen nur die wenigsten Besucher an schnellen Universitätsleitungen wie Sie! Komprimieren Sie Ihre Grafiken im JPEG bzw. GIF-Format. Verwenden Sie keine Grafiken für wichtigen Text (Adressen, Namen, Telefonnummern), denn manchmal werden Grafiken beim Betrachter gar nicht angezeigt oder nicht mit ausgedruckt. Manche Grafiken können Sie mehrfach auf unterschiedlichen Seiten verwenden. In diesem Fall sollten alle Grafiken am selben Ort auf dem Server gespeichert werden, denn dann müssen Sie nicht mehrfach geladen werden. Die Gesamtgröße einer HTML-Seite sollte 70 KB nicht überschreiten.
Beschränken Sie sich auf einige wenige Farben. Wenn Sie Bilder verwenden, stellen Sie Ihr Grafikprogramm so ein, dass nur wenige Farben (64 reichen für fast alle Fotos aus!) verwendet werden. Halten Sie sich nach Möglichkeit an die 216 „web safe colors“!
Weil Netscapes Navigator und Microsofts Internet Explorer die Seiten z.T. sehr unterschiedlich darstellen, sollten Sie Ihre Seiten auf mit Navigator 3.0, Navigator 4.7, Internet Explorer 5 ausprobieren; nach Möglichkeit nicht nur auf dem Mac bzw. Windows-PC.
Viele Software richtet sich an blutige Anfänger, die ihre bunten privaten Homepages mit ein paar Mausklicks gestalten sollen. Professionelle Ergebnisse können Sie nur mit hochwertigen Authoring-Tools erreichen. Einige Namen, die unter Profis bekannt sind: Allaire HomeSite® (ca. 100 USD), Adobe Photoshop® (ca. 850 EUR), Paint Shop Pro® (99 USD), Dreamweaver® (ca. 400 DM). Wenn Sie Word-Dokumente aus Microsoft Office 2000 ins Web stellen, verwenden Sie das „Export-to-Compact-HTML“-Update von Microsoft: http://office.microsoft.com/downloads/2000/Msohtmf2.aspx